Fächer

Die Biologie hat sich im Zuge der Jahrtausendwende zunehmend zu einer spannenden und auch gesellschaftlich höchst brisanten Wissenschaft entwickelt. Im Unterrichtsfach Biologie wird am Hessenkolleg und dem Abendgymnasium Wiesbaden dieser Entwicklung Rechnung getragen. Neben den klassischen Themen der Biologie werden auch aktuelle Forschungsgebiete beleuchtet (Gentechnik, Klimawandel, …).
Das Nachvollziehen von klassischen Experimenten, aber auch das eigenständige Entwickeln von Hypothesen und grundlegenden Versuchen, sollten immer wieder Bestandteile des Biologieunterrichts sein.
Neben den fachlichen sollen auch persönliche und gesellschaftlich relevante Kompetenzen im Unterricht erlangt werden.
So ist die Biologie tatsächlich die Lehre vom Leben in einem umfassenden Sinn.

ZUSAMMENFASSENDER ÜBERBLICK ÜBER DIE SEMESTERINHALTE

E1/2
In der Zellbiologie geht es um den Aufbau der Zellen, der Organellen und der organischen Moleküle, ihren Funktionen und der Zellprozesse im Zusammenhang.
Der Bezug zu humanbiologischen Aspekten wird regelmäßig hergestellt.

Q1
Die Genetik reicht von der Zellgenetik, der Vererbung (Humangenetik) und der Molekulargenetik bis hin zu gentechnischen Verfahren in der Gentechnik.

Q2
Beim Thema Evolution geht es um die Entstehung und Entwicklung des Lebens, der Arten und mit welchen Methoden man diese Entstehung nachvollziehen und belegen kann.
In der Neurobiologie geht es um den Aufbau und die Funktionsweise von neuronalen Strukturen, aber auch um Nervengifte und neuronale Erkrankungen.

Q3
Beim Thema Ökologie lernen Sie etwas über die Strukturen und die Wechselwirkungen in Ökosystemen. In der Stoffwechselphysiologie werden Ihnen die Abläufe der wichtigsten Stoffwechselprozesse, nämlich der Fotosynthese und der Zellatmung, nähergebracht.

Q4
Zum Schluss geht es um den Einfluss des Menschen auf Ökosysteme, um Nachhaltigkeit und Biodiversität.

„Denn Darling alles ist Chemie – Alles ist Chemie – Oh alles ist Chemie“ Mai Thi Nguyen-Kim

Themen im Vorkurs
Stoffe und Stoffeigenschaften
Aggregatzustände und Phasenübergänge
Atommodelle und Atomaufbau
Das Periodensystem
Die chemische Reaktion
Ionenbindung
Molekülbegriff – Kovalente Bindungen

Verbindlich Themen des Kerncurriculums gymnasiale Oberstufe für Chemie

E1/E2 Redoxreaktionen, Protolysereaktionen und ausgewählte organische Verbindungen
E.1 Redoxreaktionen
E.2 Protolysereaktionen
E.3 Einführung in die Chemie organischer Verbindungen
E.4 Erdöl und Erdgas – Brennstoffe in der Diskussion
E.5 Mobile Energiewandler
verbindlich: Themenfelder 1–3

Q1 Stoffgruppen in der organischen Chemie
Q1.1 Kohlenwasserstoffe
Q1.2 Alkanole und Carbonylverbindungen
Q1.3 Alkansäuren und ihre Derivate
Q1.4  Seifen
Q1.5  Konservierungsstoffe
verbindlich:  Themenfelder  1–3;  innerhalb  dieser  Themenfelder  können  durch  Erlass Schwerpunkte sowie Konkretisierungen ausgewiesen werden.

Q2 Naturstoffe und Synthesechemie
Q2.1 Kohlenhydrate und Peptide
Q2.2 Grundlagen der Kunststoffchemie
Q2.3 Fette im Alltag
Q2.4 Organische Werkstoffe
Q2.5 Chemie der Aromaten
verbindlich: Themenfelder 1 und 2 sowie ein weiteres aus den Themenfeldern 3–5, durch Erlass festgelegt; innerhalb dieser Themenfelder können durch Erlass Schwerpunkte sowie Konkretisierungen ausgewiesen werden.

Q3 Das chemische Gleichgewicht
Q3.1 Chemische Gleichgewichte und ihre Einstellung
Q3.2 Protolysegleichgewichte
Q3.3 Redoxgleichgewichte
Q3.4 Puffersysteme – Säure-Base-Puffer
Q3.5 Geschwindigkeit chemischer Reaktionen
verbindlich: Themenfelder 1 und 2 sowie ein weiteres aus den Themenfeldern 3–5, durch Erlass festgelegt; innerhalb dieser Themenfelder können durch Erlass Schwerpunkte sowie Konkretisierungen ausgewiesen werden.

Q4 Wahlthemen aus der Chemie
Q4.1  Farbstoffe – Grundlagen, Farbstoffgruppen und Färbeverfahren
Q4.2  Chemische Zusatzstoffe in Lebensmitteln
Q4.3  Komplexchemie
Q4.4  Nachhaltige Chemie am Beispiel eines modernen Waschmittels
Q4.5  Physikalische Methoden der Strukturaufklärung
Q4.6  Katalyse in Natur und Technik
verbindlich: zwei Themenfelder aus 1–6, ausgewählt durch die Lehrkraft

Der Deutschunterricht an unseren Schulen gliedert sich in drei große Arbeitsbereiche: Sprache und Kommunikation, Umgang mit Literatur und Erwerb von Medienkompetenz. In diesem Fach wollen wir vor allem die vorhandenen sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten unserer Studierenden systematisch fördern. Das Ziel unserer gemeinsamen Arbeit soll ein differenzierter und verantwortungsvoller Gebrauch der deutschen Sprache sein. Der Umgang mit Text und Literatur soll dabei im Vordergrund stehen.

ÜBERSICHT ÜBER DIE SEMESTERINHALTE

Schwerpunkt im Vorkurs

Sprachliche und literarische Erfahrungen – Gesprächsformen, Erfassen und Beschreiben von Texten, Einführung in die Interpretation literarischer Texte, Grundkenntnisse der Grammatik

Themenfelder in der E-Phase

E1.1 Sprache als Medium
E1.2 Moderne Epik
E1.3 Positionen und Argumente
E1.4 Schreiben und Schreibstrategien
E1.5 Grammatik verstehen und anwenden
E2.1 Drama und Theater
E2.2 Dialog mit einer literarischen Bewegung – Jugend im Sturm und Drang
E2.3 Liebeslyrik aus verschiedenen Zeiten
E2.4 Lesen und Lesestrategien
E2.5 Formen der (Selbst-)Darstellung

Themenfelder in der Q-Phase (die genaue Eingrenzung und Festlegung der Themenfelder erfolgt durch den jeweils aktuellen Erlass)

Q1.1 Epochenumbruch 18./19. Jahrhundert – Literatur um 1800 und im frühen 19. Jahrhundert
Q1.2 Sprache, Denken, Wirklichkeit
Q1.3 Natur als Imagination und Wirklichkeit
Q1.4 Romantische Spiegelungen
Q1.5 Emanzipation und Aufklärung

Q2.1 Sprache und Öffentlichkeit
Q2.2 Soziales Drama und politisches Theater
Q2.3 Literatur zwischen Widerstand, Exil und innerer Emigration
Q2.4 Darstellung von Wirklichkeit in Realismus und Naturalismus
Q2.5 Frauen- und Männerbilder

Q3.1 Epochenumbruch 19./20. Jahrhundert – literarische Moderne im frühen 20. Jahrhundert
Q3.2 Anthropologische Grundfragen – Menschenbilder im Wandel
Q3.3 Neuanfänge nach historischen Zäsuren 1945 oder 1989/90
Q3.4 Kommunikation im Wandel
Q3.5 Leben in verschiedenen Kulturen – Literatur und Sprache im Kontext von Migration

Q4.1 Literarisches Leben der Gegenwart
Q4.2 Film und Literatur
Q4.3 Literarische Wirkungen und Wertungen
Allgemeines
Das Fach Darstellendes Spiel bezieht sich auf die Theaterpraxis. Das Fach soll vorrangig kreativ-gestalterische Fähigkeiten ausbauen und fördern, wobei die praktischen Übungen, die im Rahmen des darstellerischen Trainings erfolgen, im Anschluss theoretisch reflektiert werden. Auf diese Weise soll das Fach Darstellendes Spiel zunehmend für die Wahrnehmung von Emotionen, (Handlungs-)Absichten sowie möglichen Reaktionen darauf sensibilisieren und dabei helfen, diese körperlich und sprachlich angemessen zu äußern.
Das Fach soll darüber hinaus Grundkenntnisse über die Kunstform Theater sowie über Theatertheorie und -geschichte vermitteln.
Im Laufe eines jeden Semesters soll eine kurze szenische Produktion zustande und, wenn möglich, zur Aufführung kommen. Eine Auseinandersetzung mit professionellen Theateraufführungen geht damit einher.
 
Das Semesterthema für Q1 lautet: „Körper, Raum und Improvisation“
Im ersten Semester erfolgen praktische Übungen, die die Körperbeherrschung trainieren und das Auftreten mit Bühnenpräsenz vorbereiten. Außerdem geht es darum, den Bühnenraum wahrzunehmen und auszufüllen sowie die Stimme wirksam einzusetzen. Gemeinschaftliches Agieren auf der Bühne wird geübt.
 
Das Semesterthema für Q2 lautet: „Figuren und Ensemble“
In der Q2 sollen die in der Q1 erlernten Kompetenzen vertieft und umfangreicher angewendet werden. Die Perspektivenübernahme rückt in den Mittelpunkt. Sie lernen, sich in Figuren einzufühlen und sich in Rollen hineinzufinden. Dabei geht es unter anderem um folgende Fragen: Wie kann die ich die Distanz zu meiner Rolle wahren? Wie gelange ich zu (m)einem schlüssigen Figurenkonzept, in dem Bewegungen, Sprache, Kostüm und Requisiten aufeinander abgestimmt sind?
Die Ensemblearbeit, das gemeinschaftliche Agieren auf der Bühne wird weiter ausgebaut.
 
Das Semesterthema für Q3 lautet: „Dramaturgie und Inszenierung“
In diesem Semester sollen Kleingruppen möglichst selbstständig Theaterprojekte gestalten. Dabei sollen Akte und Figuren kreiert werden. Sie werden Gestaltungsmethoden kennen lernen und so in die Lage versetzt, eine stimmige Dramaturgie zu entwickeln.
 
Das Semesterthema für Q4 lautet: „Moderne Theaterformen“
In der Q4 steht die theoretische Auseinandersetzung mit der Theatergeschichte im Mittelpunkt. Ausgehend von und in Abgrenzung zu traditionellen Theaterformen wird es vor allem darum gehen, Entwicklungen im zeitgenössischen Theater zu beleuchten.
Das Fach Englisch ist an unseren Schulen ein Hauptfach und muss bis zum Abitur durchgängig belegt werden.

Die Einführungsphase dient dazu, Sie möglichst gut auf die Qualifikationsphase vorzubereiten. Wir arbeiten mit Ihnen gezielt den Unterrichtsstoff auf, in dem Sie unsicher sind. Wir entwickeln im Unterricht gemeinsam Ihren Wortschatz weiter und wiederholen zentrale grammatische Strukturen, die Sie in der Qualifikationsphase benötigen. Die Einführungsphase thematisiert Sachgebiete, die für das Verständnis der englischsprachigen Welt notwendig sind.

In der Qualifikationsphase beschäftigen wir uns mit gesellschaftlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen in Ländern der englischsprachigen Welt. Dazu verwenden wir unterschiedliche Materialen in analogen und digitalen Formaten. Unser übergreifendes Ziel ist es, Sie im Fach Englisch optimal auf Beruf und Studium vorzubereiten.

ÜBERSICHT ÜBER DIE SEMESTERINHALTE

Schwerpunkte im Vorkurs

Sprachliche und grammatische Wiederholung der grundlegenden Inhalte der Mittelstufe (Klasse 9 und 10) – Kommunikation in der Fremdsprache, Erfassen von Texten, Grundkenntnisse der Grammatik

Themenfelder in der E-Phase

E.1 Growing up (Heranwachsen)
E.2 Making a difference (Die Welt verändern)
E.3 The English-speaking world (Die englischsprachige Welt)
E.4 Youth culture in English-speaking countries (Jugendkultur in englischsprachigen
Ländern)
E.5 Role models (Vorbilder)

Themenfelder in der Q-Phase (die genaue Festlegung der Themenfelder erfolgt durch den jeweils aktuellen Erlass)

TF1 The individual and society (Das Individuum und die Gesellschaft)

TF2 Politics, culture, society – between tradition and change (Politik, Kultur, Gesellschaft – zwischen Tradition und Wandel) (Bezugskultur: USA)

TF3 Politics, culture, society – between tradition and change (Politik, Kultur, Gesellschaft – zwischen Tradition und Wandel) (Bezugskultur: Vereinigtes Königreich)

TF4 Politics, culture, society – between tradition and change (Politik, Kultur, Gesellschaft – zwischen Tradition und Wandel) (Bezugskultur: ein weiteres englischsprachiges Land)

TF5 The media (Die Medienwelt)

TF6 The world of work (Die Arbeitswelt)

TF7 Global chances and challenges (Globale Chancen und Herausforderungen)

TF8 Science and technology (Wissenschaft und Technik)

SPRACHNIVEAUS (Orientierung an den Niveaustufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens der Sprachen (GER) im Fach Englisch):

Einführungsphase 1/2: A2-B1
Qualifikationsphase 1/2: B1-B2
Qualifikationsphase 3/4: B2(-C1)

Q1: Wirtschaft und Entwicklung

– Entwicklungsländer (Armut, Hunger, Perspektiven)
– Globaler Wettbewerb um Arbeitsplätze

Q2: Siedlungsentwicklung und Raumordnung

– Städte „außer Rand und Band“ (Megastädte, Slums…)
– Gentrifizierung
– Regionale Disparitäten in Europa

Q3: Nachhaltige Nutzung von Rohstoffen

– Knappe Rohstoffe (z.B. Ölsande, Fracking)
– Problemregionen (z.B. Kongo)
– nachhaltiger Abbau

Q4: Herausforderungen der Zukunft

– Weltbevölkerung –Wachstum ohne Grenzen?
– Zukunft der Weltmeere

Französisch beginnt an unseren Schulen in der Einführungsphase als neu beginnende Fremdsprache – ohne vorausgesetzte Vorkenntnisse. In der E-Phase erwerben Sie die grundlegenden sprachlichen und kommunikativen Kompetenzen, die die Basis für eine Weiterführung des Faches in der Qualifikationsphase bilden.

Wenn Sie Französisch in der E-Phase erfolgreich belegen und die erforderlichen Grundkenntnisse erworben haben, können Sie das Fach in der Qualifikationsphase als dreistündigen Grundkurs weiterführen. Französisch kann dabei als Grundkurs gewählt werden, ist jedoch kein schriftliches Prüfungsfach im Abitur. Als mündliches Prüfungsfach oder im Rahmen einer Präsentationsprüfung kann Französisch hingegen gewählt werden.“
 
ÜBERSICHT ÜBER DIE SEMESTERINHALTE

In der Einführungsphase sind drei Themenfelder, in der Qualifikationsphase zwei Themenfelder, ausgewählt durch die Lehrkraft, verbindlich.

Themenfelder in der E-Phase

E1/2

Le monde des jeunes (Die Welt der Jugendlichen) – Rencontres (Begegnungen), Ensemble (Zusammensein), La vie quotidienne (Alltag), Activités et loisirs (Freizeitgestaltung)

Themenfelder in der Q-Phase

Q1

Découvrir la France (Frankreich entdecken) – Paysages de la France (Landschaften Frankreichs), Paris – figure de proue, Atouts et problèmes (Vorzüge und Probleme)

Q2

Les faits de société (Gesellschaftliche Phänomene und Tendenzen) – Les transformations de la famille (Familie früher und heute), Les liens sociaux (Soziale Bindung), Être jeune en France (Jung sein in Frankreich)

Q3

Voyage, mobilité, migration (Reisen, Mobilität, Migration) – L’appel du large (Fernweh), Rendez-vous avec le monde francophone (Begegnungen im frankophonen Sprachraum), Conséquences humaines et sociales (Menschliche und soziale Auswirkungen)

Q4

L’homme et le monde (Der Mensch und die Welt) – L’homme et le monde du travail (Der Mensch und die Arbeitswelt), Français et Allemands aujourd’hui – au-delà des stéréotypes et des clichés (Franzosen und Deutsche – jenseits von Stereotypen und Klischees), L’engagement (Engagement)

SPRACHNIVEAUS (Orientierung an den Niveaustufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens der Sprachen (GER) im Fach Französisch)

Einführungsphase: A1-A2
Qualifikationsphase 1 und 2: A2-B1
Qualifikationsphase 3 und 4: B1-B2
Abitur: B2
Allen Gerüchten zum Trotz: Im Fach Geschichte geht es nicht primär um die Vermittlung bzw. das Lernen von historischen Fakten, sondern um die Erarbeitung historischer Entwicklungszusammenhänge. Geschichte dient weder einer isolierten Beschäftigung mit der Vergangenheit noch der Vorhersage der Zukunft. Das Fach soll vielmehr Orientierungswissen für die Gegenwart bereitstellen. Wir widmen uns mithin der Historie, um die Gegenwart besser zu verstehen. Geschichte kann, ja soll zu Einsichten führen und Bewusstsein schaffen.

Dem Unterricht in der Einführungsphase kommt mit Blick auf den Übergang in die Qualifikationsphase eine Brückenfunktion zu. Zum einen erhalten die Lernenden die Möglichkeit, historisches Wissen zu erwerben und zu festigen. Zum anderen werden die Lernenden mit dem propädeutischen Arbeiten (Hinführung zu wissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen) vertraut gemacht.

In der Qualifikationsphase erweitern die Lernenden ihre Kompetenzen und wenden ihr Wissen bei der Lösung zunehmend anspruchsvoller und komplexer Frage- und Problemstellungen an. Dabei erschließen sie Zusammenhänge zwischen Wissensbereichen und erlernen Methoden und Strategien zur systematischen Beschaffung, Strukturierung und Nutzung von Informationen und Materialien.

Die Themen der Kurshalbjahre E1 bis Q3 orientieren sich am chronologischen Prinzip gemäß dem Basiskonzept „Kontinuität und Veränderung in der Zeit“, ohne dass damit ein lückenloser Durchgang durch die Epochen intendiert wäre. Die Festlegung der Themenfelder legitimiert sich durch deren Relevanz für die Gegenwart und mögliche Zukunft der Lernenden. Die verbindlichen Themenfelder sind kursiv gedruckt.

ÜBERSICHT ÜBER DIE MÖGLICHEN SEMESTERINHALTE

E1/2
Wurzeln des europäischen Selbstverständnisses und Entstehung der modernen Welt – Formen von Herrschaft und Gesellschaft in Antike und Mittelalter, Interkulturelle Begegnungen und europäische Aufbrüche, Die Französische Revolution – Realisierung von „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ in Europa?, Antike Traditionen und Rezeption der Antike, Infragestellung traditionaler Herrschaft in der frühen Neuzeit

Q1
Nation, Kapitalismus und Expansion: Europa und die Welt im 19. Jahrhundert – Ambivalenzen des politischen und wirtschaftlichen Fortschritts – Die deutsche Revolution von 1848/49 – Markstein auf dem Weg zu Parlamentarismus, Demokratie und Nationalstaat?, Emanzipationsbestrebungen im 19. Jahrhundert – auf dem Weg zu Freiheit und Gleichheit aller Menschen?, Herrschaft und Gesellschaft im europäischen Vergleich – ein liberaler Nationalstaat für alle Bürger?, Industrialisierung – Wohlstand für wenige?, Imperialismus – Export europäischer Zivilisation?, Der Erste Weltkrieg – Zerstörung der alten europäischen Ordnung

Q2
Die Welt zwischen Demokratie und Diktatur (1917–1945) – Die Weimarer Republik als erste deutsche Demokratie, Aushöhlung der Demokratie und Errichtung der Diktatur in Deutschland, Die nationalsozialistische Diktatur – Zerstörung von Demokratie und Menschenrechten in Deutschland und Europa, Weltpolitische Faktoren in der Zeit von 1917 bis 1945 – globale Krisen und Kriege, Russische Revolution und Sowjetunion unter Stalin – das kommunistische Gegenmodell, Demokratie, Faschismus und Widerstand in Deutschland und Europa

Q3
Ost-West-Konflikt, postkoloniale Welt und Globalisierung – Der Kalte Krieg – stabile oder labile Weltordnung?, Die Teilung Deutschlands – eine Nation, zwei Staaten, Deutschland von der Teilung zur Einheit, Weltpolitische Entwicklungen zwischen Bipolarität und Multipolarität, Der Nahostkonflikt als weltpolitischer Krisenherd, Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit – „Vergangenheitsbewältigung“?

Q4
Öffentlicher Umgang mit Geschichte im Wandel – Kontroversen über die Vergangenheit, Geschichtsbilder und Geschichtspolitik – Akteure und Interessen, Wahrnehmungen und Deutung von Geschichte im Wandel

„Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben.“- Pablo Picasso

Das Fach Kunst am Hessenkolleg richtet sich an jene Studierende, die sich für Kunst und gestalterische Möglichkeiten interessieren und Spaß am kreativen Schaffen haben.

Durch vielfältige künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten und kreative Projekte wird mithilfe individueller ästhetischer Gestaltungsmöglichkeiten der eigenen Kreativität Raum gegeben.

Zunächst werden konkrete gestalterische Techniken (wie beispielsweise in Q1 hauptsächlich Zeichnen und Acrylmalerei) und Fertigkeiten geübt und individuell weiterentwickelt.

Neben der vielfältigen Produktion von individuellen Kunstwerken steht die Theorie, welche wichtige kunstgeschichtliche Grundlagen schafft. Die Kunstgeschichte in ihrer Entwicklung durch die Epochen sowie deren wichtigste Vertreter rücken in Verknüpfung mit der praktischen, kreativen Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte immer wieder in den Vordergrund.

Vor allem soll es jedoch im Kunstunterricht darum gehen Spaß an der Kunst und an Kreativität zu haben und diesen im schulischen Kontext ausleben zu können.

B. von Gayl/2022

Die Mathematik ist ein Werkzeug, um Strukturen, Muster, Symmetrien und logische Zusammenhänge zu untersuchen. Sie hilft dabei, die vielfältigen Erscheinungen der Welt zu beschreiben, zu verstehen und zu beurteilen und gilt als Grundlage für Naturwissenschaften und Technik. Dabei verwendet die Mathematik eine international einheitliche und präzise Sprache aus Symbolen, Bildern und Begriffen. Durch die Beschäftigung mit Mathematik wird vor allem die Problemlösefähigkeit gefördert, diese kann dann auch in anderen, nichtmathematischen Zusammenhängen verwendet werden.

Wichtig ist uns zunächst, die grundlegenden Techniken und Begriffe aus der Mittelstufe zu wiederholen und zu festigen. Dies hat seinen Platz vor allem im Vorkurs, in dem wir uns mit dem Rechnen mit ganzen Zahlen, der Bruchrechnung, Termen und Gleichungen bis hin zu linearen und quadratischen Funktionen beschäftigen.

Haben Sie in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Mathematik in der Schule gemacht? Wir wollen Ihnen dieses spannende Fach näher bringen und helfen Ihnen, neu in die  Welt der Mathematik einzutauchen.

In der Einführungsphase werden diese Inhalte vertieft, indem wir anspruchsvollere Funktionstypen und ihre Eigenschaften untersuchen. Hier stehen auch Anwendungen der Mathematik im Alltag im Fokus wie

Wie muss eine Rampe für Rollstuhlfahrer oder eine Zugstrecke im Gebirge gebaut werden, damit sie nicht zu steil ist?

Wie kann man den Zusammenhang zwischen Angebot, Preis sowie Nachfrage und Preis beschreiben? Wie müssen die Produktionskosten berücksichtigt werden? Welches ist der optimale Preis für ein Produkt?

Wie kann man Prozesse, die sich in festen Zyklen wiederholen, beschreiben? Hier kann man Ebbe und Flut betrachten und untersuchen, wie diese die Natur beeinflussen.

Die Inhalte der Qualifikationsphase kann man in drei große Gebiete unterteilen:

1. Analysis

Während es in der Einführungsphase vor allem die Änderungsraten von Funktionen und ihre Bedeutung ging, wird der Blick jetzt auf die Rekonstruktion von Beständen gerichtet. Beispielsweise kann man aus der Geburten- und Sterberate auf die Bevölkerungszahl oder aus der Dosierung und dem Abbau des Medikaments im Körper auf den Verlauf der Konzentration des Medikaments im Blut eines Patienten schließen.

2. Lineare Algebra und Analytische Geometrie

Die Dinge, die uns umgeben, haben eine Länge, eine Breite und eine Höhe, unser Erfahrungsraum ist dreidimensional. Geraden, Flächen und Ebenen sind einfache Objekte im Raum, mit denen sich komplexere Gebilde und Probleme beschreiben lassen. Wird ein Straßentunnel von zwei Seiten ausgehend durch einen Berg getrieben, müssen sich die beiden Tunnelteile treffen, ohne dass es einen Absatz oder einen starken Knick in der Fahrbahn gibt. Flugrouten müssen so beflogen werden, dass es keine Kollisionen gibt.

3. Stochastik

Ob man Spiele spielt, auf Sportergebnisse wettet, Wahlumfragen in der Zeitung liest oder das Wetter vorhergesagt wird. Hier spielt der Zufall eine Rolle und auch den kann man mathematisch beschreiben. Auch wenn neue Medikamente oder Produkte getestet werden, kann die Mathematik helfen, sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Und manchmal ist es einfach lustig, sich zu überlegen, wie oft bei einem Sektempfang mit 20 Leuten die Gläser klingen.
Mathematik ist ein so vielfältiges Fach, das es zu erkunden gilt. Die Mathelehrerinnen und -lehrer nehmen Sie gerne mit auf die Reise, fordern und fördern Sie bis zur hoffentlich sehr erfolgreichen Abschlussprüfung!

Vorkurs

Einführung – Zahlen und Größen, Terme, Gleichungen, Funktionen als spezielle Zuordnungen, Lineare Funktionen, Zahlen und Zahlbereiche, Quadratische Funktionen

In der Einführungsphase werden diese Inhalte vertieft, indem wir anspruchsvollere Funktionstypen und ihre Eigenschaften untersuchen.

E1/2

Analysis I – Funktionen und ihre Darstellung, Einführung des Ableitungsbegriffs, Anwendungen des Ableitungsbegriffs, Exponentialfunktionen, Trigonometrische Funktionen, Produkt- und Kettenregel

Die Inhalte der Qualifikationsphase kann man in drei große Gebiete unterteilen:

Q1

Analysis II – Einführung in die Integralrechnung, Anwendungen der Integralrechnung, Vertiefung der Differential- und Integralrechnung, Funktionenscharen

Q2

Lineare Algebra/Analytische Geometrie – Lineare Gleichungssysteme, Orientieren und Bewegen im Raum, Geraden und Ebenen im Raum, Vertiefung der analytischen Geometrie

Q3

Stochastik – Grundlegende Begriffe der Stochastik, Berechnung von Wahrscheinlichkeiten, Wahrscheinlichkeitsverteilungen, Hypothesentests für binomialverteilte Zufallsgrößen

Q4

Funktionenscharen

„Ich möchte wissen, was die Welt im Innersten zusammenhält.“ Mit diesem Wunsch, den der Physiker Werner Heisenberg in jungen Jahren in Anlehnung an die faustische Tragödie von Goethe formulierte, begann eine Reise in die subatomare Welt der Teilchenphysik.

Die Suche nach den Weltzusammenhängen wird Sie im Physikunterricht vom Alltag ausgehend zu den kleinen Abmessungen der Atome und schließlich zu den unvorstellbaren Größenordnungen unseres Universums führen.

Im Rahmen des Physikunterrichts werden Fragen behandelt, wie

– Wie bewegen sich Körper und was ist die Ursache für Bewegungen? Welche Kräfte wirken bei einem Frontalunfall mit dem Auto? Warum sind Kreisel oft besser als Kreuzungen mit Ampeln? Was sind die g-Kräfte beim Achterbahnfahren? (Mechanik)

– Was ist elektrischer Strom und wie wird er erzeugt, übertragen und genutzt? Wie wird elektrische Energie übertragen? Woher weiß die Ampel, dass ein Fahrzeug vor ihr steht? (Elektrische und magnetische Felder)

– Was ist Schall? Wie funktioniert das Noise Cancelling in meinen Kopfhörern? Wie breiten sich Erdbeben aus? Was ist Licht? Wie werden Daten übertragen? (Schwingungen und Wellen)

– Was ist eigentlich ein Quantensprung? Wie funktioniert ein Laser? Wie sind Atome aufgebaut? Wie arbeitet ein Atomkraftwerk? (Atom- und Kernphysik)

– Was ist das übergreifende Element all dieser Themen? (Energie!)

Im Physikunterricht bieten sich viele Möglichkeiten selbst zu experimentieren, wobei wir klassische analoge Experimente, Versuchsauswertungen mit dem Computer und Simulationen nutzen.

Die Fachkolleginnen und Fachkollegen freuen sich darauf, Sie auf Ihrer Entdeckungsreise durch den Mikro- und Makrokosmos zu begleiten.

„Demokratie ist die einzige Staatsform, die gelernt werden muss.“ Oskar Negt
Das Fach Politik und Wirtschaft nimmt in der gymnasialen Oberstufe und damit auch im Fächerkanon der Schule eine besondere Stellung ein. Die zu erschließenden Themen und Problemstellungen haben grundlegende Bedeutung nicht nur für die Lebensverhältnisse der Lernenden, sondern sind konstitutiv für den Erhalt und die Entwicklung von Demokratie und Gesellschaft. Der Unterricht im Fach Politik und Wirtschaft ist an dem Ziel ausgerichtet, Lernende als zukünftige mündige, d. h. autonome und gesellschaftlich verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger und zugleich tragende Akteure politischer und wirtschaftlicher Handlungen und Prozesse auszubilden. Zentrale Prinzipien guten Unterrichts im Fach Politik und Wirtschaft sind Kontroversität, Aktualität und Schülerorientierung. Im Zentrum stehen die Förderung von Urteilskraft und kritischem Denken sowie die Befähigung zur Partizipation. Dem dient auch die Vermittlung von Deutungs- und Orientierungswissen über die grundlegenden Akteure, Strukturen und Prozesse in Politik und Wirtschaft.

Übersicht über die Semesterinhalte:

Einführungsphase

E1 Herausforderungen gesellschaftlichen Wandels
– Leben und arbeiten in einer sich wandelnden Gesellschaft
– Herausforderungen des sozialen Wandels für die Politik
– Hineinwachsen in Gesellschaft – Politische Sozialisation

E2 Wachstum und Lebensqualität in marktwirtschaftlich organisierten Volkswirtschaften
– Entwicklung von wirtschaftlichem Wachstum und Lebensqualität und deren Beschreibungsmöglichkeiten
– Ökologische Herausforderungen der Gegenwart
– Möglichkeiten und Schwierigkeiten von Umweltpolitik im politischen Mehrebenensystem

Qualifikationsphase

Q1 Demokratie im politischen Mehrebenensystem
– Verfassung und Verfassungswirklichkeit: Rechtsstaatlichkeit und Verfassungskonflikte
– Herausforderungen der Parteiendemokratie
– Demokratie jenseits der Nationalstaaten – Europa entscheidet mit
– Öffentlichkeit im Wandel – Zivilgesellschaft und Medien im politischen Prozess
– Gemeinwohl und organisierte Interessen

Q2 Wirtschaft und Wirtschaftspolitik in der sozialen Markwirtschaft
– Konjunkturanalyse und Konjunkturpolitik – Herausforderungen prozessorientierter Wirtschaftspolitik
– Nachhaltiges Wachstum und fairer Wettbewerb – Herausforderungen wirtschaftlicher Ordnungspolitik
– Sicherung der Preisniveaustabilität in der Europäischen Währungsunion
– Arbeitsmarkt- und Tarifpolitik
– Kontroversen um gerechte Sozialpolitik und Probleme der Staatsfinanzierung

Q3 Internationale Beziehungen im Zeitalter der Globalisierung
– Internationale Konflikte und Konfliktbearbeitung in einer differenzierten Staatenwelt
– Strukturwandel der Weltwirtschaft als Herausforderung ökonomischer Globalisierung
– Integration von Schwellen- und Entwicklungsländern in Weltwirtschaft und Weltgesellschaft
– Herausforderung: transnationale Demokratie
– Weltumweltpolitik

Q4 Gegenwart und Zukunft Europas in einer globalisierten Welt
– Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Integration Europas
– Entwicklung des politischen Systems Europas im Kontext von Vertiefung und – Erweiterung
– Identitätsbildung und gesellschaftlicher Pluralismus in Europa
– Die Europäische Union als globaler Akteur
– Europäische Kultur als Partizipationsform und als Politikum

Spanisch wird in der Qualifikationsphase als neu beginnende Fremdsprache (dritte Fremdsprache) angeboten. Spanisch als dritte Fremdsprache kann jedoch nicht Französisch (zweite Fremdsprache) ersetzen. In Spanisch werden keinerlei Vorkenntnisse vorausgesetzt. Spanisch ist Wahlfach und wird mit zwei Wochenstunden unterrichtet. Das Fach Spanisch richtet sich an Studierende, die mit Freude und Fleiß eine dritte Fremdsprache erlernen wollen. Besonders geeignet ist der Kurs für Studierende, die auch in der zweiten Fremdsprache (Französisch) gute bis sehr gute Leistungen erzielt haben.

Der unterrichtliche Schwerpunkt liegt vor allem auf dem Spracherwerb. Sie erwerben im Spanisch-Unterricht grundlegende Kompetenzen, um in der Fremdsprache vor allem mündlich, aber auch schriftlich kommunizieren zu können und Alltagssituationen zu meistern. Die Freude am Sprechen steht in diesem Wahlunterricht im Vordergrund. Sofern die Teilnehmerzahl stabil bleibt, wird der Kurs bis Q4 fortgeführt. Der Kurs kann in die Abiturwertung eingebracht werden, nicht aber Prüfungsfach im Abitur sein.

SPRACHNIVEAUS (Orientierung an den Niveaustufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens der Sprachen (GER) im Fach Spanisch)

Qualifikationsphase 1/2: A1

Qualifikationsphase 3/4: A1 / A2

Sportunterricht wird in Grundkursen während der Qualifikationsphase in der Regel mit zwei Wochenstunden angeboten.

Der Unterricht findet statt in der Johann-Hinrich-Wichern-Schule, Dyckerhoffstraße 22, 65203 Wiesbaden-Amöneburg.

Sport ist kein Pflichtfach.

In der Gesamtqualifikation für das Abitur können im Grundkursbereich drei Kurse eingebracht werden. Sport kann nicht als Abiturprüfungsfach gewählt werden.

Die Inhalte der Sportkurse sind wechselnd. In den letzten Jahren wurden Kurse mit folgenden Inhalten angeboten: Waldlauf, Aerobic, Fitnesstraining (Ausdauer und Krafttraining) im Studio oder Sporthalle, Schwimmen.

Im Rahmen der Sportkurse wurden gelegentlich einmalige Ausflüge in eine Kletterhalle durchgeführt. Dort erhielten die KollegiatInnen unter professioneller Anleitung eine Einführung ins Klettern.

Der Unterricht findet in gemischten Gruppen statt (koedukativ).

Kursanforderungen: Es wird eine praktische Überprüfung in der jeweiligen sportlichen Disziplin durchgeführt.